Vormittags bieten wir Vorstellungen für Schulklassen an.

Sie können sich feststehenden Terminen anhand eines ein-fachen Anrufs anschließen oder Sie vereinbaren einen Termin Ihrer Wahl für einem der Filme aus dem aktuellen Angebot.

 

Andere Filme können auch kurzfristig für Gruppen ab 15 Personen geordert werden.


Die Filme auf der rechten Spalte halten wir für be-sonders geeignet und möchten sie deshalb gesondert hervorheben.


Schulkinowoche im LUCHS:

Programm+Anmeldung

https://www.schulkinowoche-th-st.de/kinos-programm/halle/

Alcarràs - Die letzte Ernte
Der Film "Alcarràs", mit dem die Regisseurin Carla Simón auf der 72. Berlinale den Goldenen Bären gewonnen hat, ist in seiner Geschichte ganz gegenwärtig. Menschen mit Grund und Geld ändern die Regeln für die anderen Menschen, hier die kleinen Bauern in Katalonien, die biologischen Landbau betreiben. Jetzt sollen Solarpaneele dorthin, wo seit Jahrzehnten Pfirsiche, Nektarinen und Feigen wachsen. Bis zum Herbst, wenn die Ernte eingebracht ist, bleibt Zeit, dann muss die Familie weichen. Simón erzählt ihr Generationentableau fast als eine Art Kammerspiel in der wilden, freien Landschaft Kataloniens. Einen Vertrag über den Landbesitz hat der Großvater nicht. Schließlich hat er der Familie des Besitzers im Bürgerkrieg das Leben gerettet; ein Handschlag hatte damals genügt. Vater Qumet ist überarbeitet und gereizt. Sein halbwüchsiger Sohn Roger, der im Maisfeld heimlich Cannabis anbaut, kann es ihm ohnehin nicht recht machen. Aber es ist eine hilflose Wut, er hat Rückenschmerzen und fällt für die Ernte aus, und seine sture Art von Männlichkeit scheint anachronistisch überholt. Es sind die Frauen, die alles vorantreiben, sich längst mit dem Wandel arrangiert haben und darauf warten, dass die Männer endlich klarkommen. Irgendwann verliert Qumets Frau – Dolors – die Geduld, ohrfeigt erst ihren Sohn und dann ihren Mann, aber auch sie kann die Familie nicht erschüttern. Mit Bildern, die zwischen der rauen Weite des Landes und der Enge dieses sommerlichen Familienlebens changieren, lässt Simón eine bedrohte Idylle entstehen: die zum Untergang verdammte Utopie einer intakten Beziehung zwischen Mensch und Erde. So zärtlich pflückt der Großvater die Feigen, dass es scheint, er locke sie vom Baum. Wenn die protestierenden Bauern ihr Obst in der Stadt auskippen und Bagger darüber fahren, um bessere Preise zu erzwingen, wirkt dieses Bild wie ein Schock.

Die katalanische Sonne und die kindliche Allmacht, die fängt niemand so schön und lebendig ein wie Carla Simón!

Am 11.08. im Anschluss an die Vorstellung um 20 Uhr Diksussion mit Biophilja Permakulturhof Halle

Originaltitel
Alcarràs
Genre
Drama
Klassenstufe
ab 7. Klasse
Altersempfehlung
ab 12 Jahre
Unterrichtsfächer
Spanisch, Erdkunde, Deutsch, Ethik, Sozialkunde, Politik, fächerübergreifend: Umwelterziehung
Themen
Familie, Generationen/-konflikt, Heimat, Identität, Tradition, Werte, Arbeit, Ernährung, Umwelt, Natur, Zerstörung, Technik/neue Technologien, Politik, Widerstand, Zukunft


Corsage
Endlich gab es dieses Jahr in Cannes in der renommierten Nebenreihe Un Certain Regard wieder eine Mischung aus Rebellion und Verweigerung. In Gestalt einer Kaiserin, die dem imperialen Gestus den Mittelfinger zeigt: Elisabeth von Österreich-Ungarn, alias Sissi (eigntlich Sisi), verlässt genervt eine Abendgesellschaft und lässt am Tisch Gemahl und geladene Würdenträger zurück. In dem Film der Regisseurin Marie Kreutzer ist die von der wunderbaren Vicky Krieps ganz fragil gespielten Regentin des Repräsentierens müde, sie hat genug vom Zeremoniell, von den Gerüchten der Gazetten, vom Gossip über ihre Figur. Mitreden will sie über das sich auflösende K.u.k.-Reich, will ihrem Mann ein Gegenüber und ihren Kindern eine Mutter sein. Kreutzer baut in „Corsage“ geschickt immer wieder Brüche mit der ohnehin immer nur konstruierten Historizität ein: in Form eines Popsongs (Camille) oder einzelner Ausstattungsstücke, die die historische Illusion durchbrechen. Damit ist eine Parallele zu Sofias Coppolas Porträt von „Marie Antoinette“ (2006) und eben auch zu unserer Lebenswirklichkeit gezogen. Auf der einen Seite wird Elisabeths Schönheit in jedem ihr dargebrachten Ständchen herausgestellt – und doch gibt es andererseits die Korsetts, in die sie sich zwängen muss und die ihr – konkret und im übertragenden Sinne – die Luft rauben. Sie stehen für den Druck, unter dem sie steht: sie unterzieht sich einer rigiden Diät und erinnert an zahlreiche Schauspielerinnen, die mit dem Überschreiten einer gewissen Altersgrenze einfach aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. „Corsage“ ist ein hochmoderner Film über das, was wir Geschichte nennen und eben auch eine radikal politische Arbeit, die ein neues Bild einer historischen Figur zeichnet, deren kollektive Vorstellung bis heute durch die aus den 50er-Jahren stammende Sissi-Trilogie mit der jungen Romy Schneider bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde. Ein emanzipatorischer Beitrag gegen die auch noch derzeit oft festzustellende Reduzierung von Frauen auf Rollen und ihr Verschwinden und Verstummen innerhalb einer vorwiegend männlich geprägten Gesellschaft.

Genre
Drama, Historienfilm
Klassenstufe
ab 10. Klasse
Altersempfehlung
ab 15 Jahre
Unterrichtsfächer
Sozialkunde, Geschichte, Psychologie, Deutsch, Politik
Themen
Gender/Geschlechterrollen, Identität, Selbstkonstituierung des Ich, Repräsentation, Pflicht, Öffentlichkeit und Privatraum, Selbstbestimmung, Emanzipation, Melancholie


Das Licht, aus dem die Träume sind
Ein Film über das Kino – wunderbar! Der indische Regisseur Pan Nalin („Samsara“) hat sich in seinem neuen Film „Das Licht, aus dem die Träume sind“ von eigenen Kindheitserinnerungen inspirieren lassen. Wer von uns kann sich nicht daran erinnern – der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch der achtjährige Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird von diesem Zauber erfasst, als er das erste Mal mit seinem Vater in einem Kinosaal sitzt. Er möchte gegen jedweden familiären Widerstand Filmemacher werden – ein Wunsch, der immer wieder aufs Neue genährt wird, wenn er im Vorführraum von Fazal sitzt. Doch die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. In nostalgischen Bildern zeigt Nalin, wie Samay und seine Freunde Sonnenbrillen aus bunten Filmschnipseln basteln. Ein wunderbar bunter und selbstreferentiell anheimelnder Film, in dem sich kindliche Faszination ganz sicher auf die Zuschauer*innen übertragen wird!

Originaltitel
Last Film Show
Genre
Kinder- und Jugendfilm, Coming-of-Age Klassenstufe
ab 7. Klasse
Altersempfehlung
ab 12 Jahre
Unterrichtsfächer
Deutsch, Politik, Erdkunde, Sozialkunde, Kunst
Themen
Fantasie, Film, Filmemachen, Filmgeschichte, Kindheit/Kinder, Erwachsenwerden, Technik(Neue Technologien


Der kleine Nick auf Schatzsuche
Spaßig, raffiniert und federleicht französisch – die neuen Abenteuer des kleinen Nick sind ein Filmspaß für die ganze Familie. Dass der neunjährige Nick dabei eine geheimnisvolle Schatzkarte findet, ist eine mehr als willkommene Ablenkung für ihn. Und natürlich für die großen und kleinen Zuschauer.

Originaltitel
Le trésor du petit Nicolas
Genre
Kinder- und Familienfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption
Klassenstufe
ab 6. Klasse
Altersempfehlung
ab 6 Jahre
Unterrichtsfächer
vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Französisch, Ethik, Kunst
Themen
Familie, Freundschaft, Kindheit/Kinder, Abenteuer, Selbstbewusstsein, Bildung/Bildungssystem, Gender/Geschlechterrollen


Der schlimmste Mensch der Welt
Unentschlossen, was sie im Leben will, bricht Julie erst das Medizin-, dann das Psychologiestudium ab, um Fotografin zu werden. Nach wechselnden Liebespartnern trifft sie auf den deutlich älteren Aksel, der Comicautor ist. Spannungen in der Beziehung keimen wegen des Altersunterschieds und des Kinderwunsches von Aksel auf, sodass Julie fort- und Neuem entgegenstrebt. Sie lernt Eivind – Verkäufer in einer Bäckerei und irgendwie bodenständiger – auf einer Party kennen. Im Englischen spricht man von „to fall in love“, und in „Der schlimmste Mensch der Welt“ finden Joachim Trier und sein Co-Autor Eskil Vogt romantisch-aufgekratzte Bilder, wenn die beiden beim ersten Aufeinandertreffen auf einer Party den Nervenkitzel des Sich-Verliebens ausloten: Bis zu welcher Grenze kann man gehen, ohne den eigentlichen Partner zu betrügen? Sie kneifen und beißen sich, erzählen einander Geheimnisse – und über das Thema „Oralsex in Zeiten von #metoo“ schreibt Julie einen Artikel, der medial viel Aufmerksamkeit bekommt. Im dritten Teil der „Oslo“-Trilogie, der in zwölf Kapiteln mit eleganter Leichtfüßigkeit den Puls der Internetgeneration einfängt, sehen wir in intimen Porträts der Selbstsuche eine feinfühlige Reflexion über die Grundbedingungen des Menschseins in einer urbanen Wohlstandsgesellschaft. Vielfach ausgezeichnet (Renate Reinsve als Beste Darstellerin in Cannes 2021, Oscar 2022 in der Kategorie Bester Internationaler Film) und absolut sehenswert!

Originaltitel
Verdens verste menneske
Genre
Drama, Komödie, Romanze
Klassenstufe
ab 11. Klasse
Altersempfehlung
ab 16 Jahre
Unterrichtsfächer
Deutsch, Sozialkunde, Philosophie, Kunst, Psychologie
Themen
Identitätssuche, Sinnsuche, Lebensentwurf, Liebe, Beziehungen, Erwachsenwerden, Familie, Gesellschaftsdruck, Gender/Geschlechterrollen, Krankheit, Tod


Die Häschenschule - Der große Eierklau
Max wurde beim Goldenen-Ei-Ritual als Meisterhase ausgewählt und schon sollen die Ostervorbereitungen losgehen. Doch Hase Leo macht mit einer Fuchsfamilie gemeinsame Sache: sie wollen das Osterfest abschaffen. Schafft es Max, das Osterfest für die Kinder zu retten? (August, 10 Jahre)

Genre
Animationsfilm, Literaturadaption
Klassenstufe
1. bis 4. Klasse
Altersempfehlung
6 bis 9 Jahre
Unterrichtsfächer
vorfachlicher Unterricht, Religion, Deutsch, Ethik/Lebenskunde,Kunst
Themen
Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen, Gemeinschaft, Selbstlosigkeit, Identität, Verantwortung, Abenteuer, Ostern


Everything will change
"Everything Will Change" war der Eröffnungsfilm des diesjährigen Max Ophüls Festivals und spielt in einem dystopischen Jahr 2054. Es gibt sie nicht mehr: die Affen, Elefanten oder Giraffen; es gibt sie nicht mehr: die Natur. Menschen leben in künstlichen Welten, mit einem Chip am Körper. Drei junge Menschen – Ben, seine Freundin Cherry und Fini – vermissen nicht, was sie nie gekannt haben. In einem Antiquariat entdeckt Ben das Foto einer Giraffe, was den Startschuss für eine Zeitreise der drei zurück ins Jahr 2020 gibt. Regisseur Marten Persiel zielt mit seiner Mischung aus Spiel- und Dokumentarfilm und seiner genialen inhaltlichen Idee, das unvorstellbare Ausmaß des Artenaussterbens nicht einfach zu prognostizieren, sondern per Zeitreise sinnlich vor Augen zu stellen, direkt aufs Herz. Eine Million Tier- und Pflanzenarten, so die Wissenschaftler im Film, werden bis 2050 verschwunden sein. Dies spiegelt der Regisseur auf der Bildebene wider, wenn er Bilder von grandioser Schönheit mit Bildern des Schreckens montiert. Wir sehen faszinierende Aufnahmen, von fliegenden, flachen Fischen, die hoch in die Luft steigen und mit lauten „Bauchplatschern“ wieder aufkommen. In Persiels emotionalem Konzept ist dies mit den rational aufklärenden Elemente des Doku-Teils verwoben, in dem Expert:innen, darunter auch die Filmemacher Wim Wenders und Markus Imhoof, zu Wort kommen. Und doch ist diese Arbeit von Schwung und Optimismus gekennzeichnet: Es liegt allein in unserer Hand.
Genre
Road Movie, Märchen, Dokumentarischer Spielfilm, Science Fiction
Klassenstufe
ab 8. Klasse
Altersempfehlung
ab 13 Jahre
Unterrichtsfächer
Biologie, Erdkunde, Sozialkunde, Ethik, Religion, fächerübergreifend: Bildung für nachhaltige Entwicklung
Themen
Umwelt, Artenschutz, Artenvielfalt, Klima, Klimawandel, Planet Erde, Zukunft, Ökologie, Digitalisierung, Meere


Heimat Natur
Jan Haft gehört zu Deutschlands großen Naturdokumentaristen. Mehrfach hat der Biologe bereits die Umwelt in faszinierenden Nahaufnahmen auf die Leinwand gebracht ("Die Wiese", "Das grüne Wunder"). Sein Buch „Heimat Natur“ zum gleich benannten Film ist ein Plädoyer für den genauen Blick. „Heimat Natur“ ist eine bildkräftige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Alpengipfeln bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Mittendrin liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flimmernde Moore, über rosablühende Heiden und die bunte Kulturlandschaft rings um die Dörfer und Städte. Heimat ist dort, wo wir groß werden oder uns dauerhaft niederlassen. Und ebendiese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Das cineastische Naturerlebnis kommt natürlich nicht umhin, auch die Veränderungen abzubilden, denn die Menschen streiten über Emissions- oder Grenzwerte und so ganz nebenbei wird tatkräftig Natur zerstört, wie noch nie, die Heimat und die Natur, die man eigentlich schützen will.

Klassenstufe
ab 5. Klasse
Altersempfehlung
ab 10 Jahre
Unterrichtsfächer
Erdkunde, Biologie
Themen
Landschaftstypen, Naturschutz, Biodiversität, Klimawandel, Kulturlandschaften, Renaturierung, Artensterben, bedrohte Arten, Ökologie, Ökosysteme


Heinrich Vogeler – Aus dem Leben eines Träumers
Liebling des Bürgertums, Träumer, Kommunist – der Universalkünstler und „Märchenprinz“ von Worpswede Heinrich Vogeler – in Marie Noëlles Doku-Spielfilm über ihn fügt sich eine Collage aus Archivmaterial, Experteninterviews und Spielszenen zusammen und beschert uns einen wilden Ritt durch schönsten Weltflucht-Jugendstil und die Worpsweder Künstlerkolonie. Dafür hat sie fantastische Schauspieler gefunden: Florian Lukas spielt Vogeler hochsympathisch und verträumt. Anna-Maria Mühe hat ihm gegenüber eine wunderbare Skepsis als seine Frau Martha, und Johann von Bülow gibt Rilke als lustig hochtrabendes Genie, mehr der Selbstinszenierung als der Lyrik. Vogelers künstlerische Wendung hin zum Politischen bricht hervor, als er 1914 freiwillig in den Ersten Weltkrieg zieht, seine Fehler erkennt und einen Essay voll schärfster Kritik an Krieg und Kaiser schreibt und dafür in einer Irrenanstalt landet. Das verändert ihn: er wird Kommunist, geht nach Moskau und malt die komplexen Bilder seines Spätwerks – große bunte Prismen des Lebens. Auch vom Stalinismus wird er enttäuscht und stirbt schließlich im Alter von 69 Jahren in einer kasachischen Kolchose, in die er nach dem Angriff der Nationalsozialisten auf die Sowjetunion zwangsevakuiert worden war. Die Regisseurin präsentiert ein erfrischendes Experiment, das der Gefälligkeit misstraut und arbeitet mittels ihres kaleidoskopischen Konzepts die vielgestalte, die widersprüchliche, in sich zerrissene Figur Heinrich Vogelers anlässlich seines 150. Geburtstages heraus.

Genre
Biografie, Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen
Klassenstufe
ab 9. Klasse
Altersempfehlung
ab 14 Jahre
Unterrichtsfächer
Kunst, Deutsch, Geschichte, Politik, Ethik, Religion, Sozialkunde Themen
Kunst und Gesellschaft, Malerei, Biografie, (deutsche) Geschichte, Sowjetunion, Träume, Sinnsuche, Liebe, Familie, Entfremdung, Heimat, Idealismus, Identität, Erster Weltkrieg, Krieg/Kriegsfolgen, Lebenskrise, Sozialismus, Kommunismus, Nationalsozialismus,


Karlchen - Das große Geburtstagsabenteuer
Hasenjunge Karlchen ist voller Vorfreude auf seinen 5. Geburtstag. Ausflug aufs Land und ein Picknick am See sind geplant. Doch alles fällt ins Wasser, weil seine kleine Schwester krank wird. Enttäuscht sammelt Karlchen seine Kuscheltiere und macht sich auf den Weg zu Oma. Einmal falsch abgebogen, folgt ein spannendes Abenteuer, bei dem Karlchen richtig mutig sein muss.

Originaltitel
Best Birthday Ever
Genre
Animationsfilm, Kinderfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption
Klassenstufe
Vorschule bis 3. Klasse
Altersempfehlung
5 bis 8 Jahre
Unterrichtsfächer
vorfachlicher Unterricht, Deutsch, Sachkunde, Ethik/Lebenskunde, Religion
Themen
Zuhause, Stadt-Land, Abenteuer, Märchen, Mut, Freundschaft, Familie, Geschwister, Freundschaft, Einsamkeit


Licorice Pizza
Endlich ­– vier Jahre nach seinem Oscar-prämierten Meisterwerk Der seidene Faden kehrt Ausnahmeregisseur Paul Thomas Anderson (The Master, Magnolia) ­– mit Licorice Pizza auf die große Leinwand zurück. Die Filmkritiker vom US-amerikanischen National Board of Review haben die turbulent-ungewöhnliche Romanze über das Erwachsenwerden und die große Liebe zum besten Film des Jahres 2021 gekürt. Im kalifornischen San Fernando Valley des Jahres 1973 entwickelt sich zwischen der Mittzwanzigerin Alana (Alana Haim) und dem Teenager Gary (Cooper Hoffman) eine Freundschaft. Doch inmitten des alltäglichen Trubels aus Gelegenheitsjobs und Schauspielkarriere, Freunden und Politik, Vinyl und Super 8 entstehen mit der Zeit auch tiefer gehende Gefühle ... In Licorice Pizza lässt Paul Thomas Anderson seine Sonde nicht nur in die Sphären einer außergewöhnlichen Liebe und in die aufwühlende als auch verwirrende Zeit des Erwachsenwerdens hinab, sondern nimmt uns mit auf eine Reise zurück in die Siebziger – in ein Leben zwischen Schlaghosen und Ölpreiskrise, New Hollywood und Motown. Vor der Kamera begeistern in den Hauptrollen zwei Shootingstars mit einem grandiosen Schauspieldebüt: Cooper Hoffman, Sohn der verstorbenen Schauspiellegende Philip Seymour Hoffman, und die Grammy-nominierte Musikerin Alana Haim aus der Schwesternband Haim, die Anderson bereits in mehreren Kurzdokus begleitet hat und die in Licorice Pizza auch vor der Kamera als Familie zu sehen ist. An ihrer Seite brilliert ein erstklassiges Ensemble aus dem achtfach Oscar- und dreifach Golden-Globe-nominierten Bradley Cooper (Silver Linings, A Star is Born), dem zweifachen Oscar-Gewinner Sean Penn (Milk, Mystic River), der mit diversen Emmys geehrten Comedienne Maya Rudolph (Brautalarm) sowie dem mehrfach Grammy-prämierten Kultmusiker Tom Waits (Down By Law). Paul Thomas Anderson – großartige Schauspieler:innen – beste Musik; was wollen wir mehr!

Genre
Drama, Komödie, Coming-of-Age, Romanze
Klassenstufe
ab 9. Klasse
Altersempfehlung
ab 14 Jahre
Unterrichtsfächer
Englisch, Deutsch, Musik, Kunst, Ethik, Philosophie, Erdkunde, Sozialkunde, Geschichte
Themen
Erwachsenwerden, Lebensentwürfe, Träume, USA, erste Liebe, Filmindustrie, Individuum (und Gesellschaft), Jugend/Jugendliche/Jugendkultur, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus


Mein Freund der Pirat
Michael wohnt mit seinen Eltern im ruhigen Küstendorf Sandberg. Als er eines Morgens aufwacht, ist vor seinem Fenster ein Piratenschiff. Michael schließt sogleich Freundschaft mit dem Piratensohn und lernt, wie man ein richtiger Pirat ist – doch da gibt es noch einen Feind der Piratenfamilie, den bösen Captain Krelis, der es nicht nur auf die Schatzkiste abgesehen hat. (Emma, 13 Jahre)

Originaltitel
De Piraten van Hiernaast
Genre
Komödie, Kinder- und Familienfilm, Abenteuerfilm
Klassenstufe
3. bis 6. Klasse
Altersempfehlung
8 bis 11 Jahre
Unterrichtsfächer
Deutsch, Religion, Ethik/Lebenskunde, Sachunterricht, Kunst
Themen
Freundschaft, Abenteuer, Mut, Anderssein, Migrationsgesellschaft, Familie


Morgen gehört uns
Sie heißen Cree, Jose, Paola, Amina, Zack und Anwarra. Es sind Kinder aller Herren Länder, und sie setzen sich für ihre Überzeugungen und eine bessere Zukunft ein. Auch wenn sie Kinder sind, weisen sie auf, dass sie ihren Blick geschärft haben, für jenes, was um sie herum absolut nicht stimmt. Ob Umweltfrevel oder fehlende Schulbildung, Obdachlosigkeit oder Kinderehen – sie lassen sich von keinem erzählen, sie seien zu klein, zu ausgeliefert oder zu unwissend, um gegen die auf der ganzen Welt zu findenden Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Die Befindlichkeiten, unter denen sie leben, mögen verschreckend sein, doch ihre Beherztheit und ihr untrügliches Gefühl für Gerechtigkeit sind stärker. Woher nehmen diese Kinder die Kühnheit, sich aufzulehnen? Woher kommen ihre Einfälle, welche so erstaunlich wie unkonventionell sind? Mit ihrer unglaublichen Unerschütterlichkeit und ihrem Mut schaffen es die Kinder, Erwachsene zu bewegen und in ihnen Unterstützer zu finden.

Themen: Kindheit/Kinder, Kinderrechte, kulturelle Vielfalt, Arbeit, Kinderarbeit, Bildung, Zukunft, Armut, Utopien, Innovation, Selbstwirksamkeit, Vorbilder, Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt/Umweltschutz, Werte

Schulunterricht: ab Klasse 4

Unterrichtsfächer: Deutsch, Lebenskunde/Ethik, Religion, Sachkunde, Sozialkunde, Erdkunde


Parallele Mütter
„Parallele Mütter“ entpuppt sich ganz in der Tradition von „Alles über meine Mutter“ – als ein außergewöhnlich berührendes Melodrama, welches trotz des Titels im Kern weniger über Mutterschaft, doch dafür ganz viel über weibliche Solidarität zu erzählen hat. In der Hauptrolle Penélope Cruz, die als alleinerziehende Fotografin vor einem herzzerreißenden Dilemma steht. Hierbei haben die überraschenden Enthüllungen und plötzlichen Wendungen – für Almodóvars Dramen gewiss nicht unüblich – einen gewissen Heftroman-Charakter. Nur sind es in „Parallele Mütter“ gutgesinnte, ausgesprochen empathische Frauen, die mit diesen zum Teil unmenschlichen Aufgaben umzugehen versuchen – eine erfrischend erwachsene und trotz aller Tragik ansteckend-hoffnungsvolle Ausrichtung. Ein Muss.
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Originaltitel
Madres Paralelas
Genre
Drama, Melodram
Klassenstufe
ab 10. Klasse
Altersempfehlung
ab 15 Jahre
Unterrichtsfächer
Deutsch, Spanisch, Ethik, Geschichte, Kunst
Themen
Frauen, Freundschaft, Solidarität, Familie, Gender/Geschlechterollen, Emanzipation, Identität, Individuum (und Gesellschaft), spanische Geschichte, Filmsprache
Kinostart
10.03.2022


Schachnovelle
1938 in Wien: Österreich wird vom NS-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Josef Bartok mit seiner Frau Anna in die Vereinigte Staaten fliehen kann, wird er festgenommen und in das Hotel Metropol, Hauptsitz der Gestapo, verfrachtet. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dort ansässigen Gestapo-Leiter Böhm Zugang zu Konten ermöglichen. Da Bartok sich weigert mitzumachen, gerät er in Isolationshaft. Über Wochen und Monate bleibt Bartok unerschütterlich, verzweifelt aber zusehends – bis er anhand eines Zufalls an ein Schachbuch gerät. Mit der Verfilmung der berühmten Novelle des Autors Stefan Zweig, wurde der Bestseller erneut in die Kinos gebracht. Oliver Masucci stellt den inhaftierten, ungewollten Schachmeister dar, der zum Wahnwitz neigt. Sein Peiniger wird von Albrecht Schuch („Berlin Alexanderplatz“) dargestellt. Das erstklassig besetzte weitere Ensemble führt Namen wie Birgit Minichmayr, Samuel Finzi und Rolf Lassgård.

Im Mai 2021 wurde der Film in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis aufgenommen. Darüber hinaus erhielt der Film folgende Auszeichnungen: Bayerischer Filmpreis 2020, Auszeichnung in der Kategorie Produktion (Tobias Walker und Philipp Worm), Auszeichnung in der Kategorie Darsteller (Oliver Masucci);Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke 2021; Auszeichnung mit dem nationalen Friedenspreis des Deutschen Films (Philipp Stölzl)

Genre
Literaturverfilmung, Drama
Klassenstufe
ab 9. Klasse
Altersempfehlung
ab 14 Jahre
Unterrichtsfächer
Deutsch, Geschichte, Politik, Sozialkunde, Ethik, Kunst Themen
Geschichte, Nationalsozialismus, Biografie, Folter, Menschenrechte/-würde, Widerstand, Literaturadaption


Wem gehört mein Dorf
Im Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen, dem Heimatdorf des Regisseurs, streiten die Einwohner*innen über das Morgen des beliebten Urlaubsortes. Der Gemeinderat wird seit Jahren von vier Männern beherrscht, welche die Hotelprojekte eines Multimillionärs unterstützen. Als besagter ein Bauvorhaben in einem Naturschutzgebiet plant, gehen die Aktivistin Nadine und ihr Vater Bernd dem entgegen. Im Nu merken sie, dass sie lediglich eine Chance haben, die malerische Gegend ihrer Heimat zu schützen: Indem sie bei der anstehenden Kommunalwahl die Mehrheit im Gemeinderat gewinnen.

Genre
Dokumentarfilm
Klassenstufe
ab 10. Klasse
Altersempfehlung
ab 15 Jahre
Unterrichtsfächer
fächerübergreifend: Demokratieerziehung, Ethik, Sozialkunde, Medienkunde, Politik, Wirtschaft
Themen
Demokratie, Entwicklung, Politik, Lokalpolitik, Tourismus, Wirtschaft, Natur, Naturschutz


Wie im echten Leben
Emmanuel Carrère zeigt uns in seinem neuen Film „Wie im echten Leben“ die Abgründe der heutigen Arbeitswelt. Die bürgerlich abgesicherte und bekannte Schriftstellerin Marianne – gespielt von Juliette Binouche – recherchiert für ihr neues Buch, das die wenig beachtete Arbeiterschicht im Fokus hat. Undercover gibt sie sich in der nordfranzösischen Hafenstadt Caen im Jobcenter – ohne vorzeigenswerte Referenzen und Erfahrungen – als arbeitslose und geschiedene Frau aus. Prompt wird sie von der Behörde als „schwer vermittelbar“ eingestuft und findet sich im sogenannten Niedriglohnsektor als Putzfrau wieder. Für ihre investigative Recherche ist dies ein Glücksfall, treffen doch hier zwei eklatante Faktoren aufeinander: extrem harte Arbeit und wenig Aussicht auf faire Bezahlung. Die Freude darüber währt jedoch nur kurz, denn freie Meinungsäußerung ist in dieser Arbeitswelt nicht üblich, und kann Konsequenzen haben. Zudem belastet Mariannes wahre Identität die im Entstehen begriffene Freundschaft zu der alleinerziehenden Mutter Christèle und zu Marilou. Ihre Camouflage droht mehrmals aufzufliegen, und mit allen Tricks versucht Marianne, ihr komfortables Künstlerleben vor ihren Freundinnen zu verbergen. Doch irgendwann hat Marianne genug Material für ihr Buch zusammengetragen und es ist Zeit, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Regisseur Carrère versammelt ein umwerfendes und humorvolles Schauspielerinnen-Ensemble, das Leid und Liebe einer echten „Arbeits-Gemeinschaft“ und aktuell brennend die tiefen Gräben in unserer Gesellschaft zeigt.

Originaltitel
Ouistreham
Genre
Drama
Klassenstufe
ab 10. Klasse
Altersempfehlung
ab 15 Jahre
Unterrichtsfächer
Politik, Ethik, Philosophie, Französisch, Wirtschaft, Sozialkunde
Themen
soziale Ungleichheit, Arbeit/Arbeitslosigkeit, Freundschaft, Rezession, Finanzkrise, Armut, Klassenkampf, sozialer Abstieg, Individuum (und Gesellschaft)


 

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