Ausstellung

AMAL - heißt Hoffnung auf Arabisch

Die deutsch-arabische Wanderausstellung  „Amal- heißt Hoffnung auf Arabisch“  ist das Ergebnis aus Projekttagen zu dem Dokumentarfilm von Caroline Reucker. 70 Schüler*innen aus drei Schulen in Halle haben sich in Rollenspielen, Übungen, Interviews und hitzigen Diskussionen mit Fluchtwegen, Fluchtursachen und Asylrecht auseinandergesetzt.

 

Ein Projekt des Aktionstheater Halle e.V. in Zusammenarbeit mit der Arabischen Oase.

 

Die Aussstellung ist vom 11.12. bis 19.12.2015 zu sehen.

 

Gefördert von HALLIANZ für Vielfalt dem Lokalen Aktionsplan der Stadt Halle (Saale) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“

 

Hallenser Jüdische Kulturtage 2015

 

Vom 26. Oktober bis zum 11. November haben Sie nun schon zum dritten Mal die Möglichkeit, aus einem reichhaltigen Programm zu Geschichte, Kultur und Religion des Judentums Ihre Lieblingsveranstaltungen zu besuchen. Ganz sicher gehören die Filmveranstaltungen im LUCHS (mit dem Themenschwerpunkt: Osteuropa) dazu.

 

 

Ida
Der oscarprämierte Film „Ida“ von Paweł Pawlikowski und Diskussion mit Expertinnen: Mit „Ida“ konzentriert der polnisch-dänische Regisseur Paweł Pawlikowski drei große Themen der polnischen Nachkriegszeit – Sozialismus, Antisemitismus und Katholizismus – in einem Film. Das Jahr 1962 – die junge, als Waise aufgewachsene Novizin Anna will das Gelübde ablegen, doch die Äbtissin rät ihr, zuvor ihre einzige Verwandte zu besuchen. In einem schwarz-weiß gedrehten Roadmovie begibt sich Anna mit ihrer schrillen Tante Wanda, einer ehemaligen kommunistischen Richterin, auf eine Reise durch das ländliche Polen und gleichzeitig in die Vergangenheit ihrer Familie. Von Wanda erfährt sie, dass sie Jüdin ist und als Ida geboren wurde. Am 1.11. Einführung und Diskussion mit Prof. Dr. Yvonne Kleinmann (Martin-Luther-Universität, Institut für Geschichte/ Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien) sowie Dr. Katrin Steffen (Nordost-Institut Lüneburg). Veranstalter: Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien Halle/Jena, Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig und LUCHS.KINO am Zoo.


Juden in Halle (Filmvorführung mit Gesprächsrunde)
„Juden in Halle“, ein Film aus dem Jahr 2007, erzählt die fast tausendjährige Geschichte des jüdischen Lebens in Halle. Im Vordergrund stehen die Geschehnisse des jüdischen Halles im Zwanzigsten Jahrhundert und die Erinnerungen von Zeitzeugen. Anhand einer umfangreichen Archivrecherche beleuchtet der Film die Höhen und Tiefen eine Gemeinde in Zeiten der nationalsozialistischen Diktatur und der DDR. Dieser Dokumentarfilm wurde von Marlies und Andreas Splett für den Verein Zeit-Geschichte(n) Halle in Kooperation und mit Unterstützung von Landesverwaltungsamt, Lotto-Toto GmbH und Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt produziert. Im Rahmen der Hallenser Jüdischen Kulturtage 2015 freuen wir uns, ihn mit einführender Gesprächsrunde und Diskussion im Luchs.Kino am Zoo vorführen zu können. Bisher zugesagt haben die Filmemacher Marlies und Andreas Splett, Heidi Bohley vom Verein Zeit-Geschichte(n) und Max Privorozki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle. Die Gesprächsleitung hat Cornelia Zimmermann, Voritzende des Leopold Zunz Zentrums, e.V..


Lebenszeichen - Jüdischsein in Berlin
Die Mutter der Filmemacherin Alexa Karolinski („Oma & Bella“) deckt eine Tafel für das Rosh-Hashanah-Fest. Hierbei erzählt die gebürtige Kanadierin, wie sie das Jüdischsein für sich entdeckt hat. Doch auch, dass sie sich eine halbe Ewigkeit lang beim Anblick von deutschen Männern im Alter ihres Vaters gefragt hat, was ebendiese während des Krieges getan haben. Waren sie Faschisten, verübten sie Verbrechen? Ein Professor erläutert die Medienrezeption der amerikanischen Serie „Holocaust“. Karolinskis Bruder David äußert, dass ihn die Leute aufgrund seiner schwarzen Haare häufig fragen, wo er denn eigentlich „wirklich“ herkäme, und ihm darauf eine gute Entgegnung fehle. Evelyn Gutman singt jiddische Lieder und berichtet, dass sie die letzten Kriegsmonate in einem Berliner Bunker versteckt war und am Leben blieb. Karolinskis Dokumentarfilm sammelt diese Geschichten nicht um einer fortlaufenden Erzählung willen. Ihr geht es besser gesagt um das Gefühl für ein jüdisches Leben, das die Gegenwart folgerichtig mit der Vergangenheit verbindet.


Menashe
Tragikomödie in einer jüdischen Gemeinde New Yorks: Witwer Menashe will nach dem Tod seiner Ehefrau seinen Sohn alleine erziehen, was in der religiösen Tradition der ultraorthodoxen Juden absolut nicht vorgesehen ist. Aber Menashe nimmt den Kampf gegen die religiösen Instanzen auf. Der komplett in jiddisch an Originalschauplätzen in Brooklyn gedrehte Film ist eine leise, warmherzige Komödie mit gekonnt dokumentarischem Charakter. Authentisch wird von einer in sich geschlossenen Gemeinschaft erzählt: anrührend, spannend und sehenswert. Festivals/Preise: International Film Festival Deauvielle 2017 (Jury Prize), Nashville Film Festival 2017 (Lipscomb Ecumenical Prize), National Board of Review, USA 2017: (Winner Top Ten Indipendent Films)


The Pin (Die Nadel)
Der erste Spielfilm in jiddischer Sprache aus Kanada nach Ende des 2. Weltkriegs. Zwei jüdische Teenager verstecken sich während des Krieges in einer litauischen Scheune. Misstrauisch begegnen sie einander, verlieben sich jedoch im Laufe der Zeit. Nach einer improvisierten Hochzeit durch tragische Umstände getrennt, sieht der nunmehr alte Mann seine einstige Liebe wieder – als Tote, die er bewachen soll. Ihr wichtigster Wunsch war einst, dass sie nach ihrem Tod mit einer Nadel (Pin) gestochen werden solle, damit ihr Albtraum (lebendig begraben sein) niemals Wirklichkeit werden kann.Einführung durch Dr. Diana Matut, Seminar für Judaistik/Jüdische, Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


Wir sind Juden aus Breslau
Mit 17 Jahren nahm Anita Zyankali. Zu dieser Zeit fiel sie auf ihrer Flucht aus Deutschland der Gestapo in die Hände. Der Giftstoff wirkte nicht, weil ein Freund ihn vorher gegen Zucker getauscht hatte. Sie stand zwei Konzentrationslager durch, zog nach London, wurde eine berühmte Cellistin und verfasste ein Buch über ihr Überleben. Ebenso wie einige der 14, zum großen Teil namhaften Zeitzeugen, die Karin Kaper und Dirk Szuszies hier mit Schülern aus Deutschland und Polen in Breslau begegnen lassen. Zu den Zeitzeugen gehören berühmte Historiker und Publizisten wie Fritz Stern, Abraham Ascher, Guenter Lewy, Walter Lacqueur, Renate Lasker-Harprecht. „Von der Generation Holocaust haben es viele weitergebracht als unter normalen Zuständen“, äußert Historiker Walter Lacqueur, „sie mussten alleine neu beginnen, schwimmen oder untergehen.“ Manche flüchteten nach Amerika, weitere nach Palästina. Wir stoßen auf historische Aufnahmen. Eine große Anzahl der Erlebnisse werden an Originalschauplätzen geschildert. Über ihr Los sprechen die 90-Jährigen klar, ohne Einbezug von Selbstmitleid. Ihre Begegnung nimmt einen gefangen.

Sondervorführung in Halle im Luchs Kino am Zoo,am Samstag 3.11.18 um 17.45 Uhr
In Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies

In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt, dem Verein Zeit-Geschiche(n) e.V. und den Jüdischen Kulturtagen Halle 2018


 

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