Am Mittag des 7. Oktober 1944 ereignete sich im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine bemerkenswerte und mutige Revolte. Vor dem Krematorium III erhoben sich mehrere Dutzend Häftlinge gegen die SS-Offiziere. Bewaffnet mit selbstgebauten Granaten, Steinen und anderen improvisierten Waffen setzten sie alles daran, die grausamen Krematorien in Brand zu setzen und ihrer unfassbaren Unterdrückung ein Ende zu setzen. Dieser bewaffnete Aufstand war der einzige seiner Art, der je in Auschwitz-Birkenau stattfand.
Die Anführer dieser Rebellion gehörten dem sogenannten Sonderkommando an – einer Gruppe von Häftlingen, die gezwungen waren, die abscheulichsten und unmenschlichsten Aufgaben im Lager zu erfüllen. Ihre Geschichte ist ein Zeugnis überwältigenden Mutes und unerschütterlichen Widerstands angesichts größter Verzweiflung. Doch gerade weil sie aus einer so dunklen Ecke der Lagerhierarchie stammten, blieb ihr Aufstand lange Zeit weitgehend unbekannt.
Heute wird die Geschichte dieses Aufstands endlich dokumentarisch erzählt und erhält die Anerkennung, die sie verdient. In einer Zeit, in der rechtsradikale Kräfte in Deutschland wieder erstarken, ist es wichtiger denn je, an diesen Mut und an die Opfer zu erinnern. Denn das Vergessen wäre ein Verrat an all jenen, die ihr Leben riskierten, um der Grausamkeit zu trotzen. Ihre Tat mahnt uns, wachsam zu bleiben und für Menschlichkeit und Freiheit einzustehen.
Am 3. Mai Premiere mit Filmteam (18.45 Uhr)