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Ein Tick anders

Deutschland 2011
87 Minuten
Regie: Andi Rogenhagen
Darsteller: Jasna Fritzi Bauer, Victoria Trauttmansdorff, Stefan Kurth, Falk Rockstroh
FSK: ab 6

Anhand des Spruchs „Schluckauf im Gehirn“ umkreist Eva selbstironisch ihr „kleines“ Problem: Das Mädchen ist an dem Tourette-Syndrom erkrankt, also an unkontrollierbaren Tics sowie Schimpfattacken – gesundheitliche Beschwerden, die Gesunde vor den Kopf stoßen. Doch in der ansprechenden Komödie von Regisseur Andi Rogenhagen sind die wenigsten „gesund“: Evas Großmutter malt im Sommer die Baumblätter gelb und sprengt ihren Staubsauger in die Luft, Onkel Bernie hat es glücklos darauf abgesehen sich als Rockmusiker zu versuchen, ihre Ma ist kaufsüchtig, ansonsten ist der Vater verliebt in seinen dichten Bart. Als er gekündigt wird, zeichnet sich der Umzug der Familie vom Land in die Großstadt – für die naturliebende Eva (brillant: Jasna Fritzi Bauer) ein entsetzlicher Ort. Beeindruckend, wie „Ein Tick anders“ sich Evas Erkrankung nähert: Ohne das Mädchen vorzuführen, zeigt er ihre Schwierigkeiten und die tapferen Versuche, die Krankheit auszutricksen. Denn Eva will ein autarkes Leben, von Mal zu Mal sucht sie dies mit fast märchenhaft anarchischer Wucht.

 

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